SEO-Studie: Menschlicher Inhalt rankt besser!

Manu Magno
  • 24 Apr., 2026
  • 13 Apr., 2026
  • 6 Min. Lesedauer
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Inhaltsverzeichnis

Je höher eine Seite in den Google-Ergebnissen landet, desto wahrscheinlicher steckt menschlich verfasster Inhalt dahinter. Das geht aus einer Analyse von Semrush hervor.

Online-Content: KI vs. menschliche Autoren

Ganz oben in den SERPs finden wir zwar Texte, die eher aus menschlicher Hand stammen. Allerdings haben die Grenzen bereits begonnen zu verschwimmen. Während die Suche weiterhin starken, eigenständig erarbeiteten Content bevorzugt, schaffen es zunehmend auch KI‑Texte und Hybrid-Varianten aus Mensch und Maschine in die oberen Rankings. Zugleich nimmt der Anteil von KI‑unterstützten Inhalten in den SERPs insgesamt sichtbar zu.

Semrush hat dafür 20.000 Keywords und 42.000 Blogartikel unter die Lupe genommen, um zu prüfen, ob klassisch verfasste Inhalte in der Google‑Suche tatsächlich besser abschneiden als Beiträge mit deutlicher KI‑Beteiligung. Basis der Auswertung war das KI-Erkennungstool (KI-Detektor) GPTZero, das für jeden Text eine Wahrscheinlichkeit ausgibt, ob er eher menschlichen oder maschinellen Ursprungs ist. Auf dieser Grundlage wurde für jede Position von eins bis zehn berechnet, wie hoch der Anteil von menschlichen, KI‑basierten oder gemischten Texten ausfällt.

Der Mensch an der Spitze

Vor allem bei Platz eins fällt das Ergebnis deutlich aus: Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 80,5 Prozent steht dort Content, den das System als menschlich verfasst einstuft. Reine KI‑Texte kommen auf etwa zehn Prozent, Mischformen aus Mensch und KI auf rund 9,5 Prozent. Semrush betont zwar, dass es sich um Näherungswerte handelt – der Detektor kann irren, und die Stichprobe umfasst nur Blogbeiträge zu ausgewählten Suchbegriffen. Doch die Tendenz ist klar: Human‑Content performt in der Spitze weiterhin sehr stark.

Das bedeutet allerdings nicht, dass KI‑Inhalte chancenlos wären. Auf Seite eins liegen die Wahrscheinlichkeiten für KI‑Texte deutlich über null, und ab Position sieben steigt der Anteil bereits auf knapp 19 Prozent. Bei hybriden Textformen wächst der Anteil bis zu Platz zehn auf rund 18,6 Prozent. Kurz gesagt: Je weiter man sich von Position eins nach unten bewegt, desto häufiger tauchen KI‑ und Mischtexte auf.

Profis liegen daneben

Damit widerspricht die Datenlage ein Stück weit der Einschätzung mancher SEO‑Profis. In einer separaten Umfrage von Semrush waren 72 Prozent der befragten 224 SEOs der Ansicht, KI‑Content ranke genauso gut wie klassischer Text. Gleichzeitig zeigt dieselbe Befragung, wie stark KI bereits in den Redaktionen angekommen ist: Nur 23 Prozent geben an, ausschließlich von Menschen geschriebene Inhalte zu publizieren. 64 Prozent arbeiten mit KI‑Assistenz und menschlicher Steuerung, weitere acht Prozent lassen die KI weitgehend schreiben und greifen nur minimal ein.

Die Mischung macht's

Der Mensch bleibt laut Semrush also weiterhin der zentrale Faktor bei der Content‑Erstellung – aber die Maschine arbeitet im Hintergrund mit: bei Recherche, Gliederung, Erstentwürfen, Übersetzungen oder beim Ideenfinden. Alles andere wäre auch nicht zeitgemäß.

Oft stammt der Rohtext inzwischen von einem Modell, der Feinschliff von Redakteuren. Das erhöht Geschwindigkeit und Output, aber nur 19 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass KI die Qualität automatisch steigert. Semrush empfiehlt daher, KI vor allem für Vorarbeit und Struktur zu nutzen – und die gewonnene Zeit in Fachwissen, eigene Daten und echte Differenzierungsmerkmale zu investieren.

Welche Rolle spielt das March 2026 Core Update?

Parallel dazu schärft Google seine Linie im Umgang mit automatisiert erzeugten Inhalten. Das March‑2026‑Core‑Update soll originelle, eigenständige Inhalte sichtbarer machen, während kopierte, kontextarme oder rein auf Masse angelegte Texte an Gewicht verlieren. Massengenerierter KI‑Content, der vor allem auf Quantität statt Qualität setzt, dürfte es dadurch schwerer haben, dauerhaft gute Positionen zu halten.

Googles Botschaft bleibt im Kern: Automatisierung – inklusive generativer KI – ist dann ein Problem, wenn der Hauptzweck darin besteht, Rankings zu manipulieren. In solchen Fällen fallen KI‑Texte unter Spam‑Richtlinien. Entscheidend ist am Ende weniger das Werkzeug als die Absicht und die Qualität des Ergebnisses.

Unsere Einschätzung

Auch wenn das Ergebnis von Semrush unserer Erwartung entspricht, raten wir zur Vorsicht, was die Zahlen bezüglich GPTZero angeht. Unsere Erfahrung zeigt, dass das Tool häufiger mit seiner Einschätzung, ob es sich um KI-generierten Inhalt handelt, danaben liegt. Wir sind weiterhin der Überzeugung: Entspreche so gut wie möglich dem Search Intent der User und Google wird das mit guten Rankings belohnen.

Quelle:

t3n.de

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