Neue KI von Google: MUM steht in den Startlöchern!

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Google MUM ist aktuell eines der brandheißesten Projekte aus den Silicon Valley. Bei MUM handelt es sich um den Algorithmus hinter der Google-Suche, der gestellte Fragen der User versteht, gegebenenfalls übersetzt und dann beantwortet. Dabei besteht die Antwort – anders als bisher bei BERT – nicht mehr nur aus dem Notwendigsten, sondern aus einem vollständigen Satz. Dennoch ist Google MUM kein reines Update, sondern eine völlig neue KI.

Was sind die wesentlichen Neuerungen?

Das gesamte Projekt „Google MUM“ gehört zum sogenannten Natural Language Processing (natürliche Sprachverarbeitung). Google versucht also, die menschliche Kommunikation noch umfangreicher nachzubauen und in die Suchengine zu integrieren. Bereits BERT konnte Fragen, die Userinnen und User gestellt haben, im Hintergrund umformulieren, um bessere Ergebnisse zu liefern – sonst hätte die KI keine vernünftigen Suchergebnisse liefern können.

Doch das Ziel hinter Google MUM ist ein anderes: Hier versucht die Software, die Frage der Suchenden tastsächlich zu verstehen und eine passende Antwort zu geben.

Beispiele: BERT vs. Google MUM

Im Folgenden haben wir einige Beispiele zusammengestellt, die etwas besser verdeutlichen, wodurch sich Google MUM von ihrem Vorgänger BERT unterscheidet (MUM steht übrigens für „Multitask Unified Model“ und BERT für „Bidirectional Encoder Representations from Transformers“). Da es aber nicht nur auf den Namen, sondern vor allem auf die Funktion ankommt, hier jetzt die Beispiele:

  1. BERT versteht lediglich: „Wie wird das Wetter morgen?“ MUM versteht aber auch: „Ich fand das Wetter letzten Dienstag klasse. Wann wird es wieder mal so warm?“
  2. BERT könnte auf die Frage „Ich hatte bisher Auto XY. Was muss ich beim Umstieg auf Fahrzeug YZ beachten?“ nicht antworten. Google MUM ist dazu allerdings in der Lage.

Insgesamt ist Google MUM in der Lage, deutlich komplexere Suchanfragen zu verstehen und sie in ihre Bestandteile zu zerlegen. Aus den einzelnen Suchergebnissen stellt die KI dann die Antwort zusammen, die die Userin oder der User zu sehen bzw. zu hören bekommt.

Der technische Hintergrund von Google MUM

Die wichtigste Neuerung von BERT zu MUM ist die Fähigkeit der KI, komplexe Fragen zu verstehen und Zusammenhänge zwischen mehreren Events, auf die sich der User bezieht, herzustellen. Dabei hat Google eigenen Angaben zufolge auf den C4-Korpus (Colossal Clean Crawled Corpus) gesetzt, der mit praktischen Anwendungen getestet wurde. Dabei entspricht die genutzte Textmenge der, die sich ergeben würde, wenn alle Wikipedia-Artikel mit sich selbst multipliziert werden.

Was hat Google mit diesen Texten getestet?

  • Verständnis von Google MUM für die Inhalte
  • Kombinationsfähigkeit der eingegebenen Frage mit den gespeicherten Informationen
  • Mündliche und schriftliche Ausgabequalität
  • Zusammensetzung der Antworten („Wo zieht Google MUM die einzelnen Satzbestandteile her?“)

Hintergrund der aufwendigen Testerei ist, dass Google in jedem Fall verhindern möchte, dass Google MUM schlechtere Ergebnisse als BERT liefert. Die KI muss also einwandfrei funktionieren, bevor sie tatsächlich der breiten Masse zur Verfügung gestellt wird. Entsprechend umfassend fallen die Tests, die Google im Vorfeld durchführt, aus.

Im Ergebnis ist Google MUM in der Lage, ganze Sätze zu verstehen, zu übersetzen, Inhalte zu isolieren und den Satz zu komprimieren. Gibt es auf eine auf Deutsch gestellte Frage etwa nur englischsprachige Antworten, beispielsweise in der Wikipedia, übersetzt Google MUM die Frage und holt sich die benötigten Daten aus dem Englischen. Anschließend wird die Antwort ins Deutsche übersetzt und so wiedergegeben.

Übrigens: Google MUM kann weit mehr als nur Artikel und Texte lesen und verstehen. Vielmehr kann die KI auch Videos nach entsprechender Relevanz durchsuchen. Besonders eindrucksvoll zeigt das ein kurzer Google-Trailer, bei dem eine Person ihr Fahrrad mit der Google Lens scannt und fragt „Wie repariere ich das?“ – Google schlägt Ratgeber und Videos zur Fahrradreparatur vor.

Wann kommt Google MUM?

Wann Google MUM tatsächlich der breiten Masse zur Verfügung gestellt wird, ist nicht genau vorhersagbar. Klar ist, dass Google zunächst versuchen wird, sämtliche Fehler aus der KI zu entfernen – denn eine Suchmaschine mit Fehlern wird von Userinnen und Usern schnell gemieden, selbst wenn die Verschlechterung im Vergleich zu früheren Versionen nur geringfügig ist.

Fazit: Revolution Google MUM?

Wir denken, dass wir bei Google MUM durchaus von einem erheblichen Fortschritt sprechen können. Direkt als „Revolution“ würden wir ihn zwar nicht bezeichnen, klar ist aber, dass Userinnen und User mit der KI – sollte sie tatsächlich so gut wie angekündigt funktionieren – ein ganz neues Erlebnis erhalten werden. Die Spannung bleibt also hoch!

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