Toxische Backlinks: Der SEO-Killer #1

Simon Mead

Blog

Kategorie

2 Kommentar(e)

Diskussion

Backlinks spielen eine entscheidende Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung. In schwer umkämpften Nischen hast du ohne aktiven Linkaufbau mittlerweile keine Chance, auf relevante Positionen zu gelangen. Spätestens seit dem Penguin Update wissen wir aber auch, dass schlechte Backlinks das genaue Gegenteil bewirken können.

Heute möchten wir dir zeigen, wie du schädliche Backlinks erkennst und dauerhaft aus deinem Linkprofil entfernst – bleib also dran, es wird spannend!

Was sind toxische Backlinks und wo kommen sie her?

Toxische Backlinks
©Paul – adobe stock

Toxische Backlinks sind nichts anderes als klassischer Link-Spam.
Dabei handelt es sich um Verlinkungen auf dubiosen Seiten, die dem Leser keinerlei Mehrwert bieten. Meistens findest du auf derartigen Seiten wirklich gar keine nützlichen Inhalte – sie bestehen überwiegend aus automatisch generierten Wortfetzen und zahlreichen Verlinkungen, die in keinem Zusammenhang stehen.

Toxische Backlinks

Toxische Backlinks: Penguin sei Dank!

Vor dem Penguin Update am 24. April 2012 konnte man mit Hilfe derartiger “Linkschleudern” quasi jede Website innerhalb kürzester Zeit in die TOP10 bringen. Viele Seitenbetreiber haben sich ganze Link-Netzwerke gebaut, um ihre Website möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu platzieren.

Am 25. April 2012 fanden diese Black-Hat-Methoden ein abruptes Ende – über Nacht wurden die meisten Seiten, die derartige Methoden nutzten aus den Suchergebnissen verbannt. Manche von ihnen haben sich bis heute nicht davon erholt.

Bots schlafen nie

Viele der heutigen Spam-Seiten stammen aus diesen Zeiten und generieren weiterhin täglich neue Verlinkungen. Dadurch sammelt jede Webseite früher oder später unerwünschte, toxische Backlinks.

Negative SEO: Des einen Leid…

Toxische Backlinks
© Oleshko Artem – adobe stock

Eine weitere Möglichkeit toxische Backlinks zu bekommen ist das sogenannte “Negative SEO”. Dabei gehen in der Regel Konkurrenten einen äußerst böswilligen Weg und setzen absichtlich große Mengen toxischer Links auf die Zielseite. Die Folge sind meist Abstrafungen des den Google Algorithmus oder sogar der vollständige Ausschluss aus dem Index. Sich von einer solchen Penalty zu erholen kostet viel Zeit und Geld.

Wie identifiziert man toxische Backlinks?

Toxische Backlinks zu identifizieren ist gar nicht so schwer wie es klingt. Bevor wir aber damit loslegen, müssen wir sicherstellen, dass wir keinen Link übersehen.

Deshalb nutzen wir möglichst viele Quellen um unser Linkprofil zunächst vollständig zu erfassen – dazu gehören die folgenden:

1. Linkprofil erstellen

In der Search Console kannst du unter dem Menupunkt “Links” -> “Top verweisende Seiten” dein Linkprofil exportieren. Klicke dazu einfach auf den “Exportieren”-Button und schon kannst du die CSV herunterladen.

Toxische Backlinks

Jetzt hast du schonmal eine gute Basis. Diese solltest du jetzt erweitern. Wichtig hierbei: Kein SEO-Tool ist perfekt, auch nicht die Search Console. Daher solltest du weitere Tools nutzen um dir ein vollumfänglich Bild über dein Linkprofil zu machen.

Vielleicht hat das ein oder andere Tool bereits Links erfasst, die die Search Console erst zu einem späteren Zeitpunkt erfassen wird. Hier gilt es schädliche Links möglichst früh zu entwerten, am besten bevor sie deiner Seite schaden!

Tools mit denen du dein Linkprofil vervollständigen kannst:

  • ahrefs.com
  • moz.com
  • sistrix.de
  • semrush.com
  • majestic.com

Die wenigsten SEOs haben Zugriff auf all diese Tools, das sollte klar sein. Aber je mehr Quellen du nutzt, desto genauer wird das Abbild deines Linkprofils.

2. Spam-Check

Sobald du dein Linkprofil vervollständigt hast, musst du die schädlichen Links zu erkennen und eliminieren. Aber wie genau erkennt man schädliche Backlinks?

Ganz einfach: man sieht es meist auf den ersten Blick. Wenn du Backlinks von Seiten hast die unseriös wirken oder einfach auf den ersten Blick klar nach Spam aussehen, dann notiere diese in einer .txt um sie später zu entwerten.

Nutze seriöse Tools

Du kannst auch Tools wie z.B. ahrefs, semrush oder moz verwenden um schädliche Links zu identifizieren. Unter diesem Link kannst du kostenlos den Spam-Score von MOZ abfragen und in deine Bewertung einfließen lassen:

Toxische Backlinks

3. Disavow File erstellen

Die Basis zur Entwertung von Backlinks ist das disavow.txt File. Erstelle dazu einfach ein .txt File und trage pro Zeile eine Domain ein, die entwertet werden soll und schreibe immer “domain:” vor jede Domain.

Grundsätzlich hast du die Wahl, ob du auf URL– oder Domain-Basis entwerten möchtest. Hier raten wir dir aber direkt auf Domain-Basis zu entwerten. Einzelne URLs zu entwerten ist meist sehr aufwändig und bringt bei Domains die in die Kategorie “Spam” fallen sowieso nichts.

So sollte dein disavow.txt File dann aussehen:

Toxische Backlinks

Anschließend klickst du auf “Liste mit ungültigen Links hochladen” und lädst dein vorbereitetes Disavow-File hoch.

Toxische Backlinks

Geschafft

Du hast jetzt alle toxischen Links entwertet. Jetzt solltest du dein Linkprofil regelmäßig auf neue schädliche Backlinks prüfen und auch diese Entwerten. Hierzu kann ich dir einen Zeitraum von 3-6 Monaten empfehlen. Dadurch bleibt die Menge an neuen Spamlinks überschaubar und die aktualisierung des Disavow-Files ist schnell erledigt.

Wichtig: Wenn du neue toxische Backlinks hinzufügen willst musst du diese in deinem Disavow File ergänzen!

Noch wichtiger: Entwerte auf keinen Fall gute Backlinks! Damit kannst du deiner Website nachhaltig schaden. Google differenziert an dieser Stelle nicht und entwertet genau das, was du hochlädst – unabhängig davon, ob es sich um gute oder schädliche Links handelt.

Du hast keine Zeit und Lust dich mit dem Disavow zu beschäftigen? Gerne führen wir den Disavow für dich durch! Buche einfach unseren Disavow Service im Marktplatz für nur 129€.

Du hast Fragen? Hinterlasse uns einfach einen Kommentar und wir helfen dir gerne weiter!

icon
Inhaltsverzeichnis

    2 Kommentare

    Volker

    Gibt es auch einen Plan B? Im Wochentakt treffen mehrere hundert Pornolinks ein , die auf die Website verweisen - mittlerweile 4000 Pornolink resultierend aus 1000 (angezeigten) Domains. Auf der Search Konsole von Google kann ich nur die ersten 1000 Top verweisenden Domains erkennen und diese entwerten. Doch in Wirklichkeit sind es wesentlich mehr. Mittlerweile ist die Site mit dem Hauptkeyword von Seite 1 auf Seite 5 abgestürzt. Es ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel und es gibt keinen direkten Draht - außer dem Disavow-Tool - zu Google. Vielleicht hast du eine Rat für mich?

    Stephan Fath

    Vielen Dank für diese gute Anleitung! Bei mir ging das ahrefs Domainrating von 27 auf 17 zurück, sodass ich dbzgl. aktiv wurde. Wie muss ich denn den Spamscore bewerten. Pinterest wird bspw. bei mir auch mit einem Spamscore von 11% aufgeführt. Allerdings tauchen bei mir auch 5-6 Domains mit SS zwischen 20 und 80 auf.

    icon

    Dennis

    Hallo Stephan sehr gerne! Bei Pinterest kann es tatsächlich daran liegen, da diese Seite viele Seiten verlinkt (die Nutzer), die auf unseriöse Seiten führen. Ab einem Spam Score von 30 solltest du definitiv überlegen, diese Links zu entfernen. Viele Grüße Dennis

    Schreibe einen Kommentar zu Volker Antworten abbrechen

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    icon
    icon

    Jetzt kostenlos registrieren!

    Ausschließlich für Geschäftskunden (B2B). Mit Absenden deiner E-Mail Adresse stimmst du unseren AGB und Datenschutzbestimmungen zu. Die Registrierung ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen.