Wer eine Google-Anzeige sieht, soll künftig wissen, ob KI dahintersteckt. Google kennzeichnet ab sofort Werbung, die mit den eigenen KI-Tools erstellt oder bearbeitet wurde.
Wie funktioniert die Kennzeichnung?
Die Kennzeichnung läuft über das "My Ad Center", dort zeigt der Bereich "Wie diese Anzeige erstellt wurde" an, ob KI bei der Produktion der Anzeige im Spiel war. Außerdem können Nutzer Anzeigen direkt über dieses Fenster melden oder ausblenden.
Wichtig: Die Kennzeichnung erfolgt nur automatisch, wenn Googles eigene KI-Werbetools genutzt wurden. Wer externe KI-Tools einsetzt, muss die Markierung selbst ergänzen. Das ist definitiv Lücke, die das System von Anfang an einschränkt.
In der EU geht Google einen Schritt weiter
In der Europäischen Union, Indien und New York werden die KI-Hinweise nicht nur im Hintergrund hinterlegt, sondern direkt in der Anzeige eingeblendet. Das dürfte vor allem auf regulatorischen Druck zurückzuführen sein.
Google hat ähnliche Transparenzmaßnahmen schon früher bei politischen Anzeigen eingeführt und arbeitet mit Technologien wie SynthID und C2PA an der Erkennung von KI-generierten Inhalten. Meta macht bei seinen Anzeigen bereits Ähnliches.
Was bedeutet das für Werbetreibende?
Wer ausschließlich Googles eigene KI-Tools nutzt, muss nichts weiter tun. Wer auf externe Tools setzt, ist selbst in der Pflicht und trägt damit auch das Risiko, wenn die Kennzeichnung ausbleibt.
Für Nutzer ist es ein kleiner Schritt in Richtung Transparenz. Ob er ausreicht, ist eine andere Frage.
Quelle: heise
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