Von wegen ChatGPT – Google dominiert die Online-Suche!

Manu Magno
  • 05 März, 2026
  • 05 März, 2026
  • 5 Min. Lesedauer
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Inhaltsverzeichnis

Die klassischen Suchmaschinen wie Google, Bing, Yahoo und Co. machten den Großteil der Online-Suchen im vierten Quartal 2025 aus. Das geht aus einer Analyse von SparkToro hervor.

Die Zahlen: Wer dominiert das Suchmaschinenranking?

Demnach entfallen etwa 80,8 Prozent auf klassische Suchmaschinen. E-Commerce-Plattformen erreichen rund 9,8 Prozent, soziale Netzwerke etwa 5,4 Prozent. KI-Tools – darunter ChatGPT und Claude – machen circa 3,2 Prozent aus, während sonstige Verticals wie Wikipedia, Indeed und ähnliche Angebote zusammen auf knapp ein Prozent kommen.

Die Studie berücksichtigt nicht, dass etwa etablierte Suchmaschinen mit integrierten KI-Suchfunktionen vergleichbare Möglichkeiten wie eigenständige KI-Tools bieten. Ebenfalls außen vor bleibt die Einordnung von Youtube, das zwar im Bereich Social Media als Video-Plattform gilt, gleichzeitig aber auch als klassische Suchmaschine fungiert. Insgesamt betrachtet die Analyse das Suchverhalten und die Suchvorgänge ziemlich grob und allgemein.

Im selben Zeitraum zeigt der Blick auf einzelne Websites, dass Google auf dem Desktop weiterhin klar an der Spitze steht. In den USA entfällt auf die weltweit meistbesuchte Seite rund ein Anteil von 74 Prozent an den untersuchten Suchvorgängen. Interessant wird es bei den darauffolgenden Rängen: Amazon erreicht 7,8 Prozent, liegt damit vor Bing mit 4,3 Prozent und Youtube mit 3,7 Prozent. Erst danach folgt ChatGPT mit einem Anteil von 2,9 Prozent. Zusätzlich tragen auch Plattformen wie Craigslist, Reddit, X, Ebay und Pinterest in diesem Zeitraum messbar zur Suche bei.

Die Analyse

Für die Auswertung hat das SparkToro-Team aus den 250 meistfrequentierten Domains 41 Seiten untersucht, die in einem relevanten Suchkontext genutzt werden.

Wichtig ist bei der Betrachtung: Zum einen basiert sie ausschließlich auf Desktop-Daten, wodurch die große Bedeutung mobiler Suche im Web sowie in Apps unberücksichtigt bleibt. Zum anderen werden unterschiedliche Suchformen zusammengeführt, sodass etwa eine ChatGPT-Session mit mehreren Prompts genauso als ein Suchvorgang gezählt wird wie eine Google-Suche mit mehreren Klicks oder ohne Klick („Zero-Click-Searches“). Auch komplexere E‑Commerce-Suchen mit mehreren Interaktionen fließen jeweils als ein einziger Suchprozess in die Auswertung ein.

Viele sind gar nicht auf der Suche

Die Auswertung von SparkToro geht darüber hinaus auf Entwicklungen im Suchverhalten ein und macht unter anderem deutlich, dass Threads innerhalb eines Jahres das durchschnittliche Suchvolumen auf der eigenen Plattform spürbar ausbauen konnte. Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang eine Randnotiz der Analyse. Ein großer Teil der User prominenter Websites mit integrierter Suchfunktion verwendet diese nämlich gar nicht aktiv.

Auf Google betrifft das in der EU und im Vereinigten Königreich nur rund drei Prozent der Besuche, während bei Angeboten wie Bing etwa 88 Prozent der Nutzer tatsächlich Suchanfragen stellen. Vermutlich auch, weil die Suche auf vielen Microsoft-Geräten im Browser Edge standardmäßig voreingestellt ist, aber nicht immer bewusst genutzt wird. Bei ChatGPT wiederum wurden lediglich 56 Prozent der Besucher als Personen erfasst, die dort auch Such- beziehungsweise Anfragevorgänge tätigen.

Unsere Einschätzung

Die Auswertung von SparkToro macht sehr anschaulich deutlich, wie breit sich das digitale Suchökosystem inzwischen aufspannt – und lässt gleichzeitig erahnen, welche Werbemöglichkeiten sich in diesen Umgebungen eröffnen. Gleichzeitig lässt die Studie eine klare Differenzierung der unterschiedlichen Suchinteraktionen vermissen. Was unter anderem dazu führt, dass Googles Anteil am gesamten Suchaufkommen geringer ausfällt, sobald neben klassischen Suchmaschinen auch andere Plattformen ohne feste Suchroutinen einbezogen werden. Der Fokus auf Desktop-Suchen beleuchtet zudem nur einen sehr limitierten Bereich, der für das allgemeine Suchverhalten im Internet keine umfassende Aussagekraft bietet.

Quellen:

t3n.de

onlinemarketing.de

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