Meta baut sich einen eigenen Crawler, den "Meta-WebIndexer". Er speist die Antworten von Meta AI in Facebook, Instagram und WhatsApp mit aktuellen Web-Inhalten und ermöglicht Quellenzitate.
Das bestätigt Pieter Levels (@levelsio) am 6. August auf X. Demnach soll eine Person, die er als Meta-Mitarbeiter beschreibt, ihm gegenüber vertraulich die Bemühungen von Meta beschrieben habe, einen eigenen Web-Index aufzubauen. Dem Mitarbeiter zufolge würde das Projekt den Search Traffic von Meta AI und die daraus resultierenden Daten von Google fernhalten.
Levels erklärte, er habe die Nachricht mit Genehmigung veröffentlicht. Die Quelle möchte aber nicht genannt werden.
Was bisher geschah
Erste Berichte von The Information Ende 2024 hatten enthüllt, dass Meta bereits seit Monaten heimlich das Web indexiert. Ziel: Unabhängigkeit von Google und Bing, die Meta AI bisher mit News-, Sport- und Börsendaten versorgen. Die Leitung des Projekts liegt bei Senior Engineering Manager Xueyuan Su. Als Auslöser gilt der von Apple's App-Tracking-Transparency-Regel verursachte Werbeeinbruch von mehr als 10 Milliarden Dollar. Meta-Chef Mark Zuckerberg möchte in der Zukunft eine solche Abhängigkeit vermeiden.
Unsere Einschätzung
Der Meta-WebIndexer ist kein zweites Google. Der Index füttert eine KI-Antwortmaschine und ist keine klassische Suchseite mit Links. Das bedeutet: Wer den Bot in der robots.txt zulässt, kann in Meta-KI-Antworten zitiert und verlinkt werden. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass Meta seine KI-Infrastruktur in Zukunft eigenständig aufstellt.
Quellen:
runtimewire.com
X (ehemals Twitter)
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