Google hat nun offiziell das February 2026 Discover Core Update ausgerollt. Anders als klassische Google-Updates, die auf die Such-Rankings zielen, betrifft dieses Update ausschließlich Google Discover, den personalisierten Feed mit Artikeln, Videos und Empfehlungen. Der Rollout hat am 5. Februar begonnen und wird zunächst für englischsprachige Nutzer in den USA ausgerollt, bevor er in den kommenden Wochen global ausgerollt wird und somit auch für uns in Deutschland relevant wird.
Was ist neu?
Google beschreibt das Update als „breit angelegte Systemänderung“ für Inhalte, die im Discover-Feed ausgespielt werden. Ziel sei es, die Qualität, Relevanz und Vertrauenswürdigkeit der Empfehlungen zu verbessern. Dazu gehören insbesondere drei Punkte:
Lokale Relevanz als starker Faktor
Discover soll künftig stärker Inhalte bevorzugen, die aus dem Land des Nutzers stammen oder auf lokale Interessen eingehen. Das könnte vor allem internationale Publisher betreffen, deren Inhalte bislang in US-Feeds stark vertreten waren.
Weniger Clickbait und Sensations-Inhalte
Google will Inhalte mit übertriebenen, reißerischen Überschriften im Feed, sogenanntes Clickbait, zurückdrängen. Stattdessen sollen Nutzer ehrlichen Mehrwert statt bloßer Klick-Trigger bekommen.
Tiefe, Expertise & Originalität zählen mehr
Der Algorithmus soll Inhalte mit fundierter Information, aktueller Einordnung und wirklich neuem Nutzen bevorzugen. Google betont, dass Expertise topic-by-topic bewertet wird. Das bedeutet, dass ein lokales Newsportal mit starker Berichterstattung genauso punkten kann, wie eine große Medienseite mit seriösen Analysen.
Rollout läuft: Erste Gewinner, erste Dämpfer
Das Discover Core Update wird schrittweise verteilt und kann bis zu zwei Wochen dauern, bis es vollständig ausgerollt ist. Der erste Fokus liegt auf englischsprachigen Nutzern in den USA, bevor weitere Länder und Sprachen folgen. Google stellt klar: Traffic-Schwankungen im Discover-Feed sind erwartbar, genau wie bei klassischen Core-Updates.
Analysten und Publisher beobachten bereits erste Veränderungen in der Sichtbarkeit, sowohl positive als auch negative. Während lokale und qualitativ starke Inhalte zulegen könnten, sehen internationale Websites mit US-zentriertem Fokus zunächst eine mögliche Dämpfung der Discover-Reichweite.
Was bedeutet das für Publisher?
Für alle, die auf Google Discover-Traffic angewiesen sind, bringt das Update klare Implikationen:
- Lokale Relevanz erhöhen: Inhalte und Perspektiven stärker auf Nutzerländer zuschneiden.
- Clickbait vermeiden: Überschriften realistisch, eindeutig und inhaltstreu formulieren.
- Tiefe und Originalität stärken: Mehr Expertenwissen, mehr Kontext, mehr Substanz statt Effekthascherei.
- Monitoring separat: Discover-Traffic in der Google Search Console beobachten (besonders US- vs. andere Regionen).
Warum das Update über Discover hinaus relevant ist
Obwohl es "nur" den Discover-Feed betrifft, sehen Experten darin einen Hinweis auf Googles breitere Content-Strategie: Weniger Oberflächlichkeit, mehr Relevanz und Vertrauen sind die Stichwörter. Und das, obwohl KI-basierte Inhalte und personalisierte Empfehlungen immer wichtiger werden.
Quelle: Google Search Central
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