Google hat die Platform Properties in der Search Console weltweit für alle Nutzer freigeschaltet. SEO-Verantwortliche können ab sofort auch Social- und Video-Inhalte im Google-Ökosystem messen.
Was hat Google konkret angekündigt?
Nach dem initialen Launch Anfang Juli 2026 folgt jetzt der globale Rollout: Die Platform Properties stehen ab sofort allen Konten der Google Search Console weltweit zur Verfügung.
Unterstützt werden zum Start vier Plattformen: Instagram, TikTok, X und YouTube. LinkedIn ist im initialen Rollout nicht enthalten. Viele B2B-Agenturen bemängeln das.
Die Property-Verifizierung erfolgt nicht über eine Domain, sondern über den jeweiligen Social-Media-Account. Damit können erstmals auch Content Creator ohne eigene Website Sichtbarkeitsdaten aus Google erhalten.
Welche Daten liefert die Google Search Console künftig?
Die Reports zeigen Klicks, Impressionen, durchschnittliche CTR und die durchschnittliche Position in den Suchergebnissen (SERPs). Die Daten decken drei Oberflächen ab: Google Search, Discover und Google News.
Wichtig: Die Search Console misst nicht die Aufrufe innerhalb der Social-Media-Plattformen selbst. Sie wertet ausschließlich den Traffic aus, der über Google auf die Inhalte gelangt.
Jede Plattform wird als eigenständige Property angelegt. So bleiben die Daten pro Kanal sauber getrennt und lassen sich sinnvoll vergleichen.
Neuer Leitfaden für Content
Parallel zum globalen Rollout hat Google einen offiziellen Analyse-Guide veröffentlicht. Er richtet sich an Content Creator, Social-Media-Manager und SEOs.
Zu den empfohlenen Anwendungsfällen gehören laut Google mehrere strategisch relevante Aufgaben:
- Über den Insights Report lassen sich Top-Suchanfragen sowie steigende und fallende Query-Gruppen identifizieren.
- Der plattformübergreifende Export: Performance-Daten mehrerer Properties können in einer Tabelle zusammengeführt und verglichen werden.
- Die Optimierung bestehender Inhalte: Ältere Videos mit wiederkehrendem Search-Traffic werden sichtbar. Diese Formate eignen sich für Fortsetzungen oder Themen-Serien.
Was für SEO-Strategien jetzt relevant ist
Mit den Platform Properties wird Social Media erstmals zu einem messbaren Search-Kanal. Für SEO- und Content-Teams ergeben sich daraus drei konkrete Konsequenzen:
- Die Kanalstrategie sollte künftig Website und Social gemeinsam betrachten.
- Query-Daten aus Social lassen sich für die Themenplanung der Website nutzen.
- Die Wirkung von Titel- oder Caption-Änderungen wird nun objektiv bewertbar.
Unsere Einschätzung
Dass Google die Search Console erstmals konsequent für Inhalte außerhalb klassischer Websites öffnet, bedeutet für SEOs: Reporting-Setups, KPI-Frameworks und Content-Audits gehören auf den Prüfstand. Wer Search und Social Media in Zukunft getrennt betrachtet, verliert den Überblick - und das Potenzial zur Optimierung.
Quellen:
Google
marketing4ecommerce.net
seoroundtable.com
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