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Keyword Kannibalismus

Manu Magno

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Diskussion

Keyword Kannibalismus bedeutet, dass zwei Webseiten innerhalb einer Domain auf dasselbe Keyword optimiert sind. Es kannibalisieren sich demnach zwei URLs durch Inhalte, die sich zu sehr ähneln, oder durch den Fokus auf die gleiche Suchintention.

Definition

Zu den obersten Regeln in der Suchmaschinenoptimierung zählt: Ein einziges Haupt-Keyword pro Seite bzw. URL. Der Begriff Keyword Kannibalismus (auch SEO-Überoptimierung oder Relevanzproblem), bezeichnet das Anlegen mehrerer Seiten, die alle auf ein Keyword oder eine Keyword-Kombination optimiert wurden. Das kann verschlechterte Rankings zur Folge haben, da die Suchmaschinen das Keyword nicht mehr nur einer URL zuordnen können.

Was ist der Unterschied zwischen Keyword Kannibalismus und Duplicate Content?

Keyword Kannibalismus kann zwar Duplicate Content sein – muss es aber nicht zwangsläufig. Von Duplicate Content ist die Rede, wenn sich derselbe Inhalt auf mehreren URLs der gleichen Domain befindet. Google erkennt das und stuft eine solche URL entsprechend ein.

Die Probleme von Keyword Kannibalismus

Entstehen im Laufe des Ausbaus oder im Zuge eines Relaunchs weitere Unterseiten oder Landingpages mit identischen Keywords, kann Google nicht mehr erkennen, welche Seite wirklich relevant ist. Daher passt der Begriff Relevanzproblem auch so gut.

Das hat zur Folge, dass die Ergebnisseiten von Google (SERPs) häufig wechseln und sich das Ranking verschlechtert. Vor allem für Laien sowie bei schnell wachsenden Websites ist es deshalb schwer, diesen Keyword Kannibalismus zu vermeiden.

Keyword Kannibalismus

Hier ein Beispiel, wie das ganze bei ahrefs aussieht, wenn sich mehrere Seiten (der gleichen Domain) in den Suchergebnissen von Google abwechseln. In dem Graphen steht eine Farbe für eine URL. Google rankt diese URL’s abwechselnd um herauszufinden, welche am relevantesten ist. Oft löst sich dieses Problem nach einer gewissen Zeit von selbst. Kann sich die Suchmaschine aber nicht entscheiden, besteht Handlungsbedarf.

Um Rankings zu verbessern, hat man früher häufig auch das sogenannte Keyword Stuffing eingesetzt. Dieser inflationäre Einsatz von Keywords geschieht jedoch absichtlich, und wird inzwischen von Google und Co. als Spam abgestraft. Grund ist, dass die Texte nicht mehr gut lesbar sind und deshalb den Lesern kaum Mehrwert bieten.

Wie entsteht Keyword Kannibalismus?

Meist geschieht Keyword Kannibalismus unbewusst; Gründe sind Unwissenheit und / oder Unaufmerksamkeit bei der Pflege der eigenen Website. Es gibt aber noch weitere Gründe:

  • Oft liegen die Ursachen an einer Überoptimierung der Inhalte, wobei eine konkrete Planung und/oder Struktur auf der Strecke bleiben. Manche erstellen Content für passende Keywords, allerdings ohne zuvor die Website auf bestehende Inhalte zu checken. Oder verschiedene Abteilungen in einem Unternehmen sprechen sich vorher nicht ab.
  • Eine Unteroptimierung kann ebenfalls ein Grund sein. Dabei geht es um Content, der keinen SEO-Fokus hat und z.B. die entsprechenden Keywords zum Thema nicht abdeckt.
  • Ein schnelles Wachstum einer Website: Wenn schnell viele Inhalte erstellt werden, könnte Content mit ähnlicher Suchintention etwa doppelt vorkommen. Das kommt beispielsweise bei Firmenblogs vor.
  • Große wie ältere Domains neigen auch zu Keyword Kannibalismus. Wenn mehrere Personen sich um die Website-Prozesse kümmern, kann schnell mal der Überblick verloren gehen.
  • Bei Online-Shops: Wenn etwa Produktdetail-Seite, Kategorie-Seite oder der Ratgeber ranken.

Wie erkennst du Keyword Kannibalismus?

Die häufigsten Auswirkungen, die auf Keyword-Kannibalismus hindeuten, sind:

  1. Mehrere Rankings zu einem Keyword, vor allem auf den Seiten eins bis drei
  2. Dauerhafte Schwankungen von mehreren Positionen
  3. Ranking mit wechselnder URL
  4. Prüfen der Rankings mit Tools (wie z.B. ahrefs, Semrush oder der Google Search Console)

Mit diesen Tools wehrst Du Dich!

  • Semrush: Beim Semrush Guru- oder Business-Plan rufst Du unter der Positionsverfolgungs-Funktion die Registerkarte „Kannibalisierung“ auf. Um Kannibalisierungen zu identifizieren, kannst Du Dir entweder die URLs oder die Keywords anzeigen lassen. Semrush gibt an, falls mehrere URLs für dasselbe Keyword ranken, wo diese Seiten auftauchen, außerdem den Positionsverlauf, das Suchvolumen sowie den Traffic.
  • Ahrefs: Unter dem Reiter „organische Keywords“ hast Du Zugriff auf historische Daten zu allen Keywords und kannst Keyword Kannibalismus identifizieren. Klickst Du auf „Verlaufsdiagramm anzeigen“, wird Dir ein Ranking-Diagramm angezeigt. Gibt es einen Hinweis auf Keyword Kannibalismus, solltest Du dafür sorgen, dass das Keyword aus dem Index verschwindet.
  • Google Search Console: Unter „Leistung“ gibt es eine Liste mit Suchanfragen, die für Impressionen und Klicks gesorgt haben. Mit Klick auf die Registerkarte „Suchanfragen“ kannst Du einen bestimmten Suchbegriff auswählen, den Du analysieren möchtest. Jetzt kannst Du Dir eine Liste der URLs anzeigen lassen, die für diesen Schlüsselbegriff ranken sowie die entsprechenden Statistiken dazu.
  • Suchoperator: Du hast auch die manuelle Möglichkeit, bei Google im Inkognito-Modus den Suchoperator „site:[domain] keyword“ zu nutzen. Damit bekommst Du eine Liste von Unterseiten, die für ein spezielles Keyword optimiert wurden. Jetzt kannst Du die URLs auf thematische Überschneidungen o.Ä. checken.

Wie verhinderst du Keyword Kannibalismus?

  • Kannst du auf eine oder mehrere URLs verzichten, etwa weil der Inhalt irrelevant oder veraltet ist, bietet sich ein 301 Redirect an.
  • Haben mehrere URLs sinnvolle Inhalte zum Thema und können diese auf einer einzigen Seite zusammengefasst werden, solltest du die Inhalte auf der stärksten URL bündeln.
  • Müssen die URLs – aus welchen Gründen auch immer – weiterhin bestehen bleiben, solltest du die schwächere in der txt mit dem Attribut „noindex, follow“ kennzeichnen. Der Google Crawler wird die URL zwar untersuchen, sie jedoch nicht indexieren. Du kannst auch allen URL’s einen Canonical Tag verpassen. Damit gibst du Google den Hinweis, dass die Seiten ein “duplikat” der Hauptseite sind.
  • Bieten sich die von Keyword-Kannibalisierung betroffenen URLs nicht für den Suchbegriff an, könntest du für diesen eine eigene Landing-Page aufbauen.
  • Genauso effektiv ist es, wenn du eine der beiden Seiten auf einen anderen Schlüsselbegriff mit ähnlicher Bedeutung oder ein Longtail-Suchbegriff ausrichtest.
  • Du kannst die Relevanz einer Seite zu einem bestimmten Suchbegriff verbessern, indem du der ausgewählten URL mehr Inhalt inklusive Suchwort Dann solltest du der konkurrierenden URL aber das Keyword entziehen.
  • Du kannst die Seite, die für den Suchbegriff eigentlich ranken soll, mit internen und externen Links stärken. Damit steigert sich die Autorität der Seite und sie gewinnt an Relevanz.
  • Mit einem Contentplan schaffst Du Dir eine Übersicht über die Themen auf Deiner URL.
  • Keyword-Mapping gibt Dir einen Überblick über die Priorität der Keywords sowie Keyword Cluster. Dabei ordnest Du jeweils einer URL einem Schlüsselbegriff bzw. Themencluster zu. Auch dieses Dokument solltest Du kontinuierlich aktualisieren.

Unser Tipp: Es reicht nicht aus, ab und an die eigene Website auf Keyword Kannibalismus zu überprüfen, vielmehr solltest Du die Intervalle möglichst kurz halten. Websites, die täglich bearbeitet und mit neuen Inhalten und demnach neuen Keywords versorgt werden, solltest Du täglich überprüfen. Keyword Kannibalismus betrifft im Übrigen auch die Meta-Angaben im Title-Tag, wenn diese mit dem gleichen Keyword optimiert sind. Um gewissenhaft zu überprüfen, solltest du also auch die Meta-Angaben beachten.

Fazit

Ranken mehrere Seiten einer gleichen Domain für die selben Keywords auf Google, entsteht ein interner Wettbewerb. In dem Fall hat die Suchmaschine Probleme damit, zu erkennen, welche Seite wichtiger ist. Daraus resultiert, dass beide Webseiten schlechter gerankt werden und man spricht von Keyword Kannibalismus. Um diesen zu verhindern, musst du deine Website regelmäßig überprüfen, wofür du u.a. diverse Tools einsetzen kannst.

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