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Organischer Traffic

Dennis Benjak

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Diskussion

Organischer Traffic (En: organic traffic) bezeichnet jeden Aufruf einer Webseite durch einen menschlichen Nutzer, der nicht durch eine Werbeanzeige auf diese Seite gelangt.

Definition

Ganz im Allgemeinen bedeutet Traffic oder Verkehr den Datenfluss im Internet. Speziell ist hier der Zugriff von Besuchern auf Webseiten gemeint. Organischer Traffic meint den Zugriff menschlicher Nutzer über Suchmaschinen. Wichtig ist, dass Du organischen Traffic von Paid Traffic unterscheidest.

Organic Traffic
Traffic Zufluss je Kanäle (https://oddballmarketing.com.au/blog/what-percentage-of-traffic-comes-from-organic-search/)

Paid Traffic ist der Zugriff über Werbeanzeigen wie Google Ads. Diese tauchen in den üblichen Suchergebnissen von Google auf, sind aber klar zu erkennen. Wir haben als Beispiel “Auto kaufen” gesucht und die erste Anzeige, die auftaucht, ist die Anzeige von Mercedes-Benz. Über der Anzeige steht “gesponsert”. Hieran erkennst du, dass es sich um eine Werbeanzeige handelt und nicht um ein “normales Suchergebnis”. In der Regel tauchen vor den herkömmlichen Suchergebnissen drei Werbeanzeigen von Google auf.

Eng verbunden mit dem Konzept des organischen Traffics sind die Key Performance Indicators (KPI), also die Kennzahlen, nach denen man den organischen Traffic bewertet, sowie die Page Impressions und Page Visits.

Organic Traffic vs. paid Traffic

Genauso wie zwischen organischen Suchergebnissen und Werbeanzeigen unterschieden wird, kannst Du zwischen organischem und Paid Traffic (Nutzer, die über Werbeanzeigen, also bezahlter Werbung auf deine Webseite kommen) unterscheiden. Auf der Search Engine Result Page (SERP) wird der Unterschied schnell deutlich. Ganz oben findest Du Werbeanzeigen, darunter die organischen Suchtreffer. Das Konzept ist das gleiche wie bei der Unterscheidung des Traffics.

Jeder Aufruf Deiner Seite durch einen menschlichen Nutzer stellt organischen Traffic dar, unabhängig ob der Nutzer Deine Seite über die SERP oder einen Backlink findet. Wenn Du für Deine Seite Werbung schaltest, stellen die Aufrufe, die über diese Anzeigen auf Deine Seite gelangen, Paid Traffic dar.

Du kannst Deinen Organischen Traffic weiter unterscheiden:

  • Nutzern, die Deine Seite durch eine Suchmaschine erreichen
  • Dein Social Traffic über soziale Netzwerke
  • Dein Direct Traffic bezeichnet die Aufrufe von Nutzern die Deine URL direkt eingeben
  • Der Referral Traffic entsteht durch das Aufrufen Deiner Seite über Backlinks.

Du kannst nachverfolgen, wie erfolgreich die Suchmaschinenoptimierung (SEO) Deiner Seite ist, wenn Du den Umfang deines organischen Traffics mit Deinem Paid Traffic vergleichst. Hierfür gibt es verschiedene Tools, zum Beispiel Google Analytics. Das Werkzeug stellt Dir als Webmaster eine Vielzahl von KPI zur Verfügung, mit denen Du Deinen Traffic analysieren kannst. Außerdem kann das Programm zwischen Zugriffen über Deine organischen Treffer und über Deine Werbeanzeigen unterscheiden. Die bekannten Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Bing erkennt Google Analytics automatisch und Du kannst die Liste nach Deinen Bedürfnissen erweitern. Für den organischen Traffic zählen nur die Zugriffe durch menschliche Nutzer. Daher ziehen gute Analyseprogramme die Aufrufe durch Crawler und Bots von der Gesamtzahl ab.

Bedeutung von organischem Traffic für SEO

Der Umfang Deines organischen Traffics zeigt dir, wie gut Deine Seite für Suchmaschinen optimiert ist, wenn Du mit Deinen Tools feststellst, wie Deine Nutzer Deine Seite finden. Wenn Deine Analyse zeigt, dass die meisten Deiner Besucher Deine Seite über Backlinks finden, solltest Du Deine Seite untersuchen. Warum gesteht der Suchalgorithmus Deiner Seite keine hohe Autorität zu? Welche Mittel kannst Du ergreifen, damit Crawler Deine Seite besser bewerten? Bevor Deine Seite auf der SERP erscheint, wird sie durch einen Suchmaschinencrawler gescannt, der anhand technischer Daten wie der Ladegeschwindigkeit oder der Seitenarchitektur Deine Seite bewertet. Hier kannst Du an deiner Technical SEO arbeiten. Außerdem untersucht die Suchmaschine Dein Content anhand Keywords oder der Textstruktur.

Sobald die Seite durch beispielsweise Google indexiert wurde, wird sie in der SERP gelistet und Deine Nutzer können die Seite finden. Das Nutzerverhalten wird durch den Algorithmus heute stärker als früher gewertet. Je weniger Besucher Deine Seite nach einem kurzen Aufruf der Landingpage wieder verlassen, je niedriger Deine Bounce Rate oder je länger die Verweildauer der Nutzer auf Deiner Seite ist, desto besser. Auch die Präsenz Deiner Seite im übrigen Netz über Backlinks spielt eine wichtige Rolle. Wenn Du zwischen den verschiedenen Arten des Organic Traffic unterscheidest, bekommst Du eine gute Idee, an welcher Stelle Du ansetzen solltest, um mehr Reichweite zu gewinnen.

Wie erreichst Du mehr organischen Traffic?

Dein Ziel Deiner SEO Arbeit ist die Erzeugung von mehr organischem Traffic – im Unterschied zu Paid Traffic kostet dieser nicht extra!

Organic Traffic

Nachdem die Webbrowser Nutzer ein Keyword in die Suchleiste eingegeben haben, sehen sie auf der SERP Suchergebnisseiten-Elemente von den top relevanten organischen Suchergebnissen. Hierzu gehören drei wesentliche Abschnitte:

  • Deine URL, der link deiner Website
  • Der Meta Title, welcher dazu dient das Thema der Seite hervorzuheben
  • Die Meta Description, wo meist der Inhalt der Seite kurz zusammengefasst wird
Organic Traffic

Diese zu optimieren und möglich übersichtlich und nutzerfreundlich zu gestalten, ist äußerst wichtig zur Maximierung vom organischen Traffic.

  • Orientiere Dich an Deiner Zielgruppe, wenn Du den Inhalt Deiner Webseite optimierst. Wenn Du Deine Texte durch Keyword Stuffing oder andere Techniken für Suchmaschinen schreibst, bewertet Google dies negativ oder schlimmstenfalls als Spam.
  • Schreibe einzigartige Texte. Du konkurrierst mit Deinen Wettbewerbern um die ersten Plätze auf der SERP. Mit der WDF*IDF Formel kannst Du ermitteln, wie sehr sich Dein Text von der Masse abhebt und eine Semantische Analyse gibt dir Anhaltspunkte, wie Du Die Wortinhalte Deiner Seite verbessern kannst.
  • Arbeite an Deinen Backlinks. Wenn Deine Seite im Internet über Verlinkungen präsent ist, erreichst sie bei den Algorithmen der Suchmaschinen eine höhere Autorität und damit eine bessere Position auf der SERP
  • Wenn Du eine übersichtliche Sitemap erstellst, erhöhst Du nicht nur die Nutzerfreundlichkeit Deiner Seite. Du kannst diese auch in der Google Search Console hinterlegen, um sicherzustellen, dass die Suchmaschine auch alle Deine Seiten indexieren kann.
  • SEO Yoast – das kleine Plugin hilft Dir dabei, den Content Deiner Seite auf ein Keyword zu optimieren und nutzerfreundliche Texte zu verfassen.
  • Überwache regelmäßig deine KPI‘s, damit Du schnell reagieren kannst, sobald Dein Traffic wieder schlechter wird.

Neben den klassischen Suchergebnissen können auch zahlreiche andere Google-Features erheblichen Besucherverkehr erzeugen. Beispiele hierfür sind die Bildersuche und YouTube.

Als eine weitere Möglichkeit bietet sich auch Google News an. Es ist ein von Google betriebener Nachrichtendienst, der Nachrichtenartikel aus verschiedenen Quellen sammelt und sortiert. Google News gilt als eine hervorragende Möglichkeit, organischen Traffic zu generieren, besonders für Nachrichten- und Magazinwebseiten. Durch die Aufnahme in Google News können diese Webseiten eine breite Leserschaft erreichen, die aktiv nach aktuellen Informationen sucht. Dies erhöht nicht nur die Sichtbarkeit, sondern stärkt auch die Glaubwürdigkeit der Webseite. Optimierungen wie aktuelle und relevante Inhalte, präzise Überschriften und die Einhaltung von Google News-Richtlinien sind hier entscheidend.

Organischer Traffic: Stärken & Schwächen

Der organische Traffic ist mit einigen Stärken und Schwächen verbunden. Die Schwächen beziehen sich hier hauptsächlich auf den kurzweiligen Aufwand zu Beginn, wie beispielsweise die Websiteoptimierung.

Stärken

  • Kosteneffizienz: Organischer Traffic erfordert keine direkten Ausgaben für Klicks oder Anzeigen, was ihn langfristig kostengünstig macht.
  • Vertrauenswürdigkeit: Webseiten, die in den organischen Suchergebnissen hoch ranken, werden von Nutzern oft als vertrauenswürdiger und relevanter wahrgenommen.
  • Langfristige Ergebnisse: Eine gut optimierte Webseite kann über einen längeren Zeitraum stabilen Traffic generieren, auch wenn die SEO-Maßnahmen abgeschlossen sind.
  • Nachhaltigkeit: Durch kontinuierliche Content-Erstellung und SEO-Optimierung kann organischer Traffic stetig wachsen.

Schwächen / Hindernisse

  • Zeitaufwand: Die Generierung von organischem Traffic erfordert eine erhebliche Investition an Zeit und Ressourcen, um Inhalte zu erstellen und die Webseite zu optimieren.
  • Langsame Ergebnisse: Im Gegensatz zu bezahltem Traffic, der sofortige Ergebnisse liefern kann, dauert es bei organischem Traffic oft Monate, bis sichtbare Effekte eintreten.
  • Algorithmus-Abhängigkeit: Veränderungen in den Suchmaschinen-Algorithmen können die Platzierung der Webseite und somit den Traffic stark beeinflussen.
  • Hohe Konkurrenz: Besonders in umkämpften Branchen kann es schwierig sein, sich gegen Mitbewerber durchzusetzen und hohe Rankings zu erzielen.

Fazit

Der organische Traffic ist ein grundlegender Key Performance Indicator. Mit dieser Kennzahl kannst Du den Erfolg und die Reichweite deiner Seite schnell erfassen und unterscheiden auf welchem Weg, Deine Nutzer Deine Seite finden. Die Arbeit um mehr Traffic zu erreichen ist umfangreich – Du musst ständig an der Optimierung Deiner Seite arbeiten, interessanten und spannenden Content generieren, in den sozialen Netzwerken präsent sein oder Deine Backlinks pflegen.

Durch SEO kannst Du Besucher auf Deine Seite aufmerksam machen, aber erst durch gute Inhalte bleiben diese auch auf Deiner Seite – was auch der Algorithmus von Google belohnt.

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